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Roemer-Pelizaeus-Museum -  Schönheit im alten Ägypten

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Wir durften an der Gestaltung der Ausstellung mitwirken.

Gestalterisches Highlight ist die vergoldete Schatzkammer, ein 20 qm großer Raum in dem wunderschöner Schmuck präsentiert wird.

Was ist Schönheit?

Diese Frage bewegt die Menschen von jeher, darüber haben große Philosophen nachgedacht. Auch heute sieht man sich in vielen Lebensbereichen mit der Sehnsucht nach ewiger Jugend und Schönheit konfrontiert. Doch bleibt sie in erster Linie dem Sichtbaren, der äußeren Schönheit verhaftet, die Assoziation mit inneren Werten wird weitgehend ausgeklammert.

Deshalb liegt es nahe, sich die Frage zu stellen, wie vergangene Kulturen mit dem Phänomen »Schönheit« umgingen. Am Beispiel Altägyptens lässt sich dank des überlieferten Quellenreichtums aus vier Jahrtausenden ein hoch interessantes und zum Nachdenken anregendes Bild gewinnen, was man damals unter »Schönheit« (neferu) verstand. Denn aus dem Wort nefer »schön« entwickelten die Ägypter vielfältige Facetten des Begriffs von sichtbarer, äußerer Schönheit über Vollkommenheit in Funktion und Form bis zur inneren Schönheit des Menschen. Auch die Mumifizierung, die Sehnsucht nach ewiger Vollkommenheit im Jenseits, wird mit dem Begriff »nefer« verbunden. Diese Vielschichtigkeit darzustellen und zu vermitteln, ist das Anliegen der Hildesheimer Ausstellung mit ihren über 350 Exponaten – darunter eindrucksvolle, bisher noch nie gezeigte Leihgaben des Ägyptischen Museums Berlin und des Kestner-Museums Hannover.Diese Frage bewegt die Menschen von jeher, darüber haben große Philosophen nachgedacht. Auch heute sieht man sich in vielen Lebensbereichen mit der Sehnsucht nach ewiger Jugend und Schönheit konfrontiert. Doch bleibt sie in erster Linie dem Sichtbaren, der äußeren Schönheit verhaftet, die Assoziation mit inneren Werten wird weitgehend ausgeklammert.

Deshalb liegt es nahe, sich die Frage zu stellen, wie vergangene Kulturen mit dem Phänomen »Schönheit« umgingen. Am Beispiel Altägyptens lässt sich dank des überlieferten Quellenreichtums aus vier Jahrtausenden ein hoch interessantes und zum Nachdenken anregendes Bild gewinnen, was man damals unter »Schönheit« (neferu) verstand. Denn aus dem Wort nefer »schön« entwickelten die Ägypter vielfältige Facetten des Begriffs von sichtbarer, äußerer Schönheit über Vollkommenheit in Funktion und Form bis zur inneren Schönheit des Menschen. Auch die Mumifizierung, die Sehnsucht nach ewiger Vollkommenheit im Jenseits, wird mit dem Begriff »nefer« verbunden. Diese Vielschichtigkeit darzustellen und zu vermitteln, ist das Anliegen der Hildesheimer Ausstellung mit ihren über 350 Exponaten – darunter eindrucksvolle, bisher noch nie gezeigte Leihgaben des Ägyptischen Museums Berlin und des Kestner-Museums Hannover.

Schönheit in Form und Maß

Altägyptische Bildnisse waren einem festen Formenkanon unterworfen, der als verbindlich und die Ordnung der Welt widerspiegelnd zu Beginn der Geschichte entwickelt und in seinen Grundzügen beibehalten wurde, aber auch ein reiches Spektrum an Variationen erlaubte.

Diesem Thema, der »Schönheit in Form und Maß«, ist der erste Abschnitt der Ausstellung gewidmet. Nebeneinander lassen sich dort Bilder von Königen und Gottheiten, Männern und Frauen aller Epochen betrachten, die Zeugnis ablegen, dass »Schönheit« eine auf der göttlichen Ordnung beruhende, auf Könige und Menschen übertragbare Eigenschaft war.

Wer sich als »schön« bezeichnete, wusste sich den Göttern nah.

Schönheit in Alltag und Fest

Der zweite Abschnitt der Ausstellung ist der »Schönheit in Alltag und Fest« gewidmet. Kleidung und Frisuren, Schminken, Körperpflege und Hygiene sowie Schmuck besaßen für die Ägypter große symbolische und religiöse Bedeutung. Was sie taten, um ein gepflegtes, vollkommenes Erscheinungsbild und damit auch eine positive Wirkung auf Zeitgenossen und die Nachwelt zu erreichen, wird anhand zahlreicher Gefäße für Salben, Parfüme und Augenschminke, mit Hilfe von Spiegeln, Kosmetikkästen und einer Salbenküche mit Rezepten verdeutlicht.

Schönheit für die Ewigkeit

Im dritten Teil der Ausstellung gelangt der Besucher in den »Schönen Westen«, das Reich der Toten, und überschreitet die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits.

Dazu lädt die nachempfundene Kultkammer aus einem Grab ein, die die Hauptopferstelle mit der Scheintür und die Kammer mit den Grabstatuen als Schnittstellen zwischen den Welten vorstellt. »Schön« in Verbindung mit der Grabausstattung signalisiert Vollständigkeit und Angemessenheit, damit der Verstorbene alles Notwendige für ein wohl versorgtes zweites Leben besitzt.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Erhaltung des Körpers, die durch die Mumifizierung gewährleistet wurde. Dass man ein »schönes«, den ethischen Normen folgendes Leben geführt hatte, musste jeder Mensch im Totengericht beweisen, bevor er in seinem »schönen Grab« mit Sarg, Amuletten und Versorgungsgütern zur Ruhe gebettet wurde.

Weiter Informationen finden Sie auf den Homepages des Roemer- und Pelizaeus Museum in Hildesheim

http://www.rpm-schoenheit.de/

http://www.rpmuseum.de/

Texte: Roemer- und Pelizaeus Museum / Hildesheim
Fotos: Salchi /Roemer- und Pelizaeus Museum / Hildesheim
Corporate Design: Atelier für Kommunikationsgestaltung,
Nicole Westphal/Hildesheim

Planung: SSP Schmitz Schiminski Partner GbR / Hildesheim



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